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Leinöl – Lebensverlängernder Jungbrunnen

Geschrieben am 31. Mai 2024
Lebensmittel
Leinöl – Lebensverlängernder Jungbrunnen

Bereits im Mittelalter und der Antike wurde dem Leinöl bzw. Leinsamenöl eine heilende Wirkung zugesprochen. Zudem wurden Ölfarben aus dem wertvollen Rohstoff hergestellt. Heutzutage liegt das nussige Öl wieder stark im Trend. Als Rohstoff dienen getrocknete Leinsamen des Flachses.

Das steckt drin im Leinöl

Leinöl genießt besonders wegen seinen gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen volle Aufmerksamkeit. Die Mengen und Zusammensetzung der Inhaltsstoffe variieren jedoch stark nach Anbaugebiet und Verarbeitungsweise. Gängig sind im Schnitt ca.

  • 10 % gesättigte Fettsäuren
  • bis zu 20 % einfach gesättigte Fettsäuren und
  • ca. 70 % mehrfach ungesättigte Fettsäuren.

Unter den mehrfach ungesättigten Fetten können dabei bis zu maximal 70 % wertvolle Omega-3-Fette und bis zu 24 % Omega-6-Fette enthalten sein. Besonders die Omega-3-Fette sind für den guten Ruf des Leinsamenöls verantwortlich, denn es schützt vor Herz-Kreislauferkrankungen und Entzündungen. Damit kann das Öl lebensverlängernd wirken, da Arteriosklerose, Bluthochdruck, Herzinfarkt und Schlaganfall nach wie vor zur Todesursache Nr. 1 zählen. Um den Tagesbedarf solcher vorteilhafter, ungesättigten Fette zu erreichen, sind täglich ca. 45 g des Öls notwendig. Allerdings gibt es auch etliche andere Lebensmittel, die zu einer ausreichenden Zufuhr beitragen. Des Weiteren sind Schleimstoffe, bestimmte Eiweißstoffe, Spurenelemente sowie fettlösliche Vitamine wie Vitamin E enthalten. Sekundäre Pflanzenstoffe, z. B. Lignin fördern durch ihre antioxidative Wirkung zudem die Gesundheit.

Arten des Leinöls & Eignung

Kaltgepresstes, auch natives Öl genannt, gilt als besonders hochwertig. Denn hierbei wurden durch den geringen Druck und die niedrige Temperatur die Inhaltsstoffe schonend gelöst. Charakteristische Eigenschaften und wertvolle Inhaltsstoffe bleiben so eher erhalten. Sie sind reich an Nährstoffen und liefern uns die wichtigen essentiellen, ungesättigten Fettsäuren. Es ist sehr aromatisch und kräftig im Geschmack. Besonders frisch duftet es nach Heu und hat ein nussähnliches Aroma. Für Salate lässt es sich auch gut mit einem neutralen Rapsöl vermischen. Da sie nicht raffiniert werden, eignen sie sich nicht zum Anbraten und Erhitzen! Native Öle sind besonders hitzeempfindlich und beginnen schnell zu rauchen, wobei sogar gesundheitsschädliche Substanzen entstehen.

Raffiniert werden Öle, um sie länger haltbarer und optisch ansprechender zu machen. Durch das Entfernen von Bitter-, Schweb-, und unerwünschter Stoffe ist es geschmacksneutraler. Raffiniertes Leinöl eignet sich ebenfalls nicht zum Anbraten.

Verwendung in der Küche

Wie bereits erwähnt, ist das Leinöl sehr hitzeempfindlich, hat einen niedrigen Rauchpunkt und kann schädliche Stoffe beim hohen Erhitzen bilden. Zudem leiden Inhaltsstoffe und der Geschmack, wenn man Lebensmittel darin anbrät. Das Öl wird dadurch schwer verdaulich. Dies gilt auch für eine unsachgemäße Lagerung. Es reagiert empfindlich auf Sauerstoff und starke Lichteinstrahlung. Dadurch wird es schneller ranzig und bekommt einen bitteren Geschmack. Als Lagerort empfiehlt sich ein kühler, dunkler Ort und eine luftdichte, dunkle /lichtundurchlässige) Flasche.

Für die Verwendung in der Küche ergibt sich daraus eine schonende Zubereitung mit sehr niedrigen Temperaturen. Das Öl empfiehlt sich also besser für die kalte Küche. In Salaten, für Dips aber auch in Süßspeisen kann es eingesetzt werden. 2 TL in ein Päckchen Magerquark verrührt verleiht dem Quark eine nussige Note. Mit ein paar Früchten und Walnüssen ist diese Speise also ein nahrhaftes Frühstück voller guter Fette.

Viele fügen das Leinöl erst nachträglich zu bereits erwärmten Speisen hinzu. Über warmen Fisch oder Meeresfrüchten beispielsweise unterstützt es mit ein wenig Meersalz das fischige Aroma.
Besonders gut passt der Geschmack zu Gerichten, die leicht schwefelhaltige Lebensmittel beinhalten. Dies sind z. B. Milchprodukte wie Hartkäse, Frischkäse oder Joghurt.

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