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Eignet sich Fasten zum Abnehmen?

Geschrieben am 11. Juni 2024
Abnehmen
Eignet sich Fasten zum Abnehmen?

Fasten im Bereich Ernährung ist die völlige oder teilweise Enthaltung von Speisen. Es wird regelmäßig in fast allen Religionen wie beispielsweise dem Christentum, Islam Buddhismus und Hinduismus durchgeführt. Ziel ist hier die innere Einkehr, die Reinigung, der Verzicht sowie die Stärkung seines Glaubens. Aber nicht alle Menschen fasten aus religiösen Gründen. Nach Aschermittwoch beginnt für viele eine Zeit der Abstinenz, d.h. in der Zeit wird auf Genussgifte wie Alkohol und Zigaretten verzichtet. Andere wollen mit einer Fastenkur abnehmen.

Wie funktioniert das Fasten zum Abnehmen?

Bei den üblichen Fastenmethoden wird keine feste Nahrung aufgenommen. Lediglich Getränke oder Suppen bzw. Brühen mit einem Kaloriengehalt bis zu 400 Kalorien pro Tag sind erlaubt. Diese sollten zudem bewusst langsam aufgenommen werden. Die bekanntesten Fastenmethoden sind das Heilfasten nach Buchinger, die F.-X. Mayr-Kur und die Schroth-Kur. Am Anfang dieser Kuren stehen ein bis drei Entlastungstage, an denen leicht verdauliche Kost wie Obst und Reis noch gestattet sind. Die begleitende Darmreinigung erfolgt über Einläufe und Bittersalze. Zur Aktivierung des Stoffwechsels und bestimmter Organe werden parallel warme Leibwickel angewendet.

Beim Fasten werden Gifte, die u. a. in den Fettdepots eingelagert waren, abgebaut. Um diese Auszuschwemmen sollten täglich zwei bis zweieinhalb Liter getrunken werden. Eine Fastenkur ist somit ein starker Eingriff in den Stoffwechsel und sollte nicht mal so nebenbei durchgeführt werden. Gerade beim ersten Mal empfiehlt es sich eine Auszeit zu nehmen, das Fasten vorzubereiten und es unter fachlicher Aufsicht durchzuführen. Nach der Kur folgen drei bis vier Aufbautage, in denen man sich langsam an die Nahrungsaufnahme gewöhnen soll. Ansonsten kann es zu Krämpfen und Bauchschmerzen kommen.

Menschen mit chronischer Erkrankung, gesundheitlichen Problemen und alle die regelmäßig Medikamente einnehmen, sollten sich vorher ärztlich beraten lassen und die Kur auf jeden Fall mit Betreuung durchführen. Schwangeren, stillenden Frauen, Kinder und Herzkranke sollten auf das Fasten verzichten.

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Die Vorteile beim Fasten zum Abnehmen?

Es kann den Körper entlasten, indem es die Verdauung pausiert und die Entgiftung unterstützt. Ein wichtiger Vorteil ist die Förderung der Autophagie, bei der der Körper beschädigte Zellen abbaut und recycelt, was zur Zellregeneration beiträgt. Fasten kann auch die Insulinsensitivität verbessern und den Blutzuckerspiegel stabilisieren, was besonders für Menschen mit Diabetes oder Prädiabetes vorteilhaft ist. Zudem kann es Entzündungen reduzieren und die Herzgesundheit fördern, indem es Blutdruck und Cholesterinspiegel senkt. Kurzfristig kann Fasten auch beim schnellen Abnehmen helfen, da der Körper direkt Fettreserven zur Energiegewinnung nutzt. Nach den ersten Tagen schüttet der Körper mehr vom Glückshormon Serotonin aus. Fastende berichten auch über eine besondere Klarheit im Kopf.

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Die Nachteile beim Fasten zum Abnehmen

Die ersten drei Tage beim Fasten sind die schlimmsten. Schwindel, Kopfschmerzen, Müdigkeit oder häufiges Frieren können als Nebenwirkungen auftreten. Abgesehen vom Hunger und den ständigen Gedanken an das Essen. Ein weiterer häufiger Nachteil ist der Nährstoffmangel, da der Körper je nach Fastenart kaum Vitamine, Mineralstoffe und andere essentielle Nährstoffe erhält. Dies kann zu Müdigkeit, Schwindel, Schwäche und Konzentrationsproblemen führen. Dehydrierung ist ein weiteres Risiko, besonders wenn nicht genügend Wasser getrunken wird. Langfristiges Fasten kann Muskelabbau verursachen, da der Körper beginnt, Muskelgewebe zur Energiegewinnung abzubauen. Das führt zu einem langsameren Stoffwechsel und das Risiko eines Jojo-Effektes steigt.

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Eignet Sich das Fasten zum Abnehmen?

Zum Abnehmen kann das Fasten nur bedingt empfohlen werden, denn es ist eigentlich keine Diät. Da nur bis zu 400 Kalorien täglich aufgenommen werden, verliert der Körper beim Fasten nicht nur Fett- sondern auch Muskelgewebe. Ernährungsexperten empfehlen bei einer Diät eine Mindestgrenze von 800 Kalorien täglich nicht zu unterschreiten. Ansonsten ist der Jojo-Effekt vorprogrammiert. Dieser entsteht nämlich überwiegend aus dem Verlust der Muskulatur. Hinzu kommt, dass beim Fasten der Stoffwechsel herunter fährt. Eine einwöchige Fastenkur kann allerdings ein Einstieg in eine bewusstere Ernährung sein, da nach einer Woche Brühe und Schonkost der Verzicht auf Alkohol und Süßem leichter fällt. Zum Abnehmen empfehlen wir eher das Intermittierende Fasten.

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