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Was die Nährwerttabelle alles verrät

Geschrieben am 31. Mai 2024
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Was die Nährwerttabelle alles verrät

Wir alle möchten doch wissen, was wir essen. Besonders wenn eine Allergie besteht oder auf versteckte Zucker oder Fette geachtet werden soll, lohnt sich ein Blick auf die Nährwerttabelle. Durch die Lebensmittel-Informationsverordnung (LMIV) ist die Kennzeichnung von Lebensmittel geregelt. In der LMIV sind einige Pflichtangaben aufgeführt, die auf der Verpackung ersichtlich sein müssen. Dazu zählen zum Beispiel

→ die Zutaten des Lebensmittels einschließlich der 14 wichtigsten Stoffe oder Erzeugnisse, die Allergien oder
Unverträglichkeiten auslösen können
→ das Mindesthaltbarkeitsdatum oder Verbrauchsdatum und die
→ die Nährwertkennzeichnung

Einige Aspekte werden in diesem Beitrag vorgestellt.

Die Nährwerttabelle – immer einen Blick drauf werfen

Sie ist seit Dezember 2016 Pflicht und hilft dem Verbraucher einzuschätzen, welchen Nährwert das Produkt bietet. Die Nährwerttabelle gibt Auskunft über den Energiegehalt und enthaltene Nährstoffe eines Lebensmittels: Die Mengen an Fett, gesättigten Fettsäuren, Kohlenhydraten, Zucker, Eiweiß und Salz sind verpflichtend anzugeben. Vitamine, Ballaststoffe etc. müssen dann angegeben werden, wenn sie auf der Verpackung herausgestellt worden sind.

Zur besseren Vergleichbarkeit müssen die Nährstoffgehalte immer bezogen auf 100 Gramm oder 100 Milliliter angegeben werden, eine zusätzliche Angabe pro Portion ist zulässig. Von den Angaben pro 100 g sollte man sich nicht blenden lassen, denn oftmals ist in den Produkten ein Vielfaches vorhanden z. B. bei Cola oder Joghurt.

Beispiel Erdbeerjoghurt, 250 g Becher

Fruchtjoghurt                         Durchschnittliche Nährwerte pro 100 g
Energie
852 KJ / 206 kcal
Fett
Davon gesättigte Fettsäuren
16,8 g
3 g
Kohlenhydrate
Davon Zucker
17 g
9 g
Eiweiß
1,5 g
Salz
1,2 g

In diesem Beispiel hat der Joghurt 250 g, das heißt die Werte der Tabelle müssen jeweils mal 2,5 gerechnet werden.
Allein in diesem Joghurt stecken somit knapp 22,5 g Zucker, was an der Grenze zur empfohlenen Tageszufuhr liegt. Fett schlägt hier mit 42 g zu Buche, wodurch der ganze Becher Joghurt über 500 kcal aufweist.

Genauer ist besser: Das Zutatenverzeichnis

Unter anderem welche Zuckerarten das Produkt genau enthält, erfährt man im Zutatenverzeichnis. Dort sind die Zutaten in absteigender Reihenfolge ihres Gewichtsanteils am Produkt aufgelistet. Verschiedene Zuckerarten werden zum Beispiel verwendet, weil diese unterschiedliche technische und sensorische Eigenschaften haben. Sie unterscheiden sich z. B. in Bezug auf Geschmack, Süßkraft, sowie Koch- und Backeigenschaften.

Die Informationen des Zutatenverzeichnisses sind besonders für Allergiker oder Menschen mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten wichtig. Die Allergene sind in Fettbuchstaben aufgelistet. Hinter E-Nummern verstecken sich Lebensmittelzusatzstoffe.

Bevorzugen sollte man Produkte, welche wenige und hochwertige Zutaten aufweisen, bzw. wessen Nährwerttabelle überzeugt.

Regelungen zur Haltbarkeit – kann man das noch essen?

Auch sind dank der LMIV Angaben zur Haltbarkeit geregelt. Ein wichtiger Punkt, denn zu viele Lebensmittel werden in Deutschland täglich entsorgt, welche noch verzehrbar gewesen wären. Das Mindesthaltbarkeitsdatum darf so niemals als Verbrauchsdatum angesehen werden. Eine Veränderung des Lebensmittels in Farbe, Geschmack oder Geruch lässt dagegen meist auf eine Fäulnis schließen.

  • Mindesthaltbarkeitsdatum: Das MHD gibt an, wie lange ein Produkt unter angemessenen Aufbewahrungsbedingungen seine spezifischen Eigenschaften wie Farbe, Konsistenz und Geschmack mindestens beibehält. Zu den Aufbewahrungsbedingungen zählt auch, dass die Ware gekühlt vom Geschäft nach Hause übersteht. Bei richtiger Lagerung können die Produkte aber meist noch Tage nach dem MHD genossen werden.
  • Verbrauchsdatum: („zu verbrauchen bis“) Wird bei leicht verderblichen Produkten wie Hack angegeben. Das Lebensmittel sollte nach Ablauf des Datums nicht mehr gegessen werden, da es dann eine Gefahr für die Gesundheit darstellen kann.
  • Einfrierdatum: Bei eingefrorenem Fleisch oder Fleischerzeugnissen muss das Einfrierdatum angegeben werden. Sie sollten nicht erneut eingefroren werden.
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