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Wie Sie sich effektiv gegen Entzündungserkrankungen schützen

Geschrieben am 31. Mai 2024
Vitalstoffe
Wie Sie sich effektiv gegen Entzündungserkrankungen schützen

Omega-6-Fettsäuren gehören genauso wie die Omega-3-Fette zu den mehrfach ungesättigten fetten, die essentiell sind. Sie sind lebensnotwendig und müssen über die Nahrung aufgenommen werden, da sie unser Körper nicht selbst produzieren kann. Omega-6-Fettsäuren unterscheiden sich chemisch und in ihrer Funktion deutlich von den Omega-3-Fetten. 

Was bewirken Omega-6-Fettsäuren in unserem Körper?

Omega-6-Fette wirken im Gegensatz zu Omega-3-Fettsäuren in erster Linie entzündungsfördernd und gefäßverengend. Aus ihnen entstehen nämlich Botenstoffe, die sogenannten Prostaglandine. In manchen Situationen, wenn Entzündungen Heilungsprozesse schneller einleiten, ist dies positiv zu sehen. Im Übermaß jedoch ist diese Wirkung schädlich, besonders bei chronischen Entzündungskrankheiten. Omega-6 und -3-Fettsäuren haben gegensätzliche Wirkungen und konkurrieren um dieselben Enzymsysteme. Daher ist es sehr wichtig, sie in einem ausgewogenen Verhältnis aufzunehmen. Das ist leider aus den Fugen geraten. Denn im Durchschnitt nehmen wir von den Omega-6-Fetten zu viel und von den Omega-3-Fetten zu wenig auf.

Wo ist Omega-6 zu finden?

Omega-6-Fettsäuren werden nur in Pflanzen wie z.B. dem Getreide produziert, befinden sich aber auch in Tieren, die mit Getreide gefüttert werden. So sind sie z.B. neben Getreide auch in rotem Fleisch, Wurst, Eiern, und Sonnenblumenöl enthalten. Dadurch nehmen wir deutlich größeren Mengen dieser Fette im vergleich zu den Omega-3-Fettsäuren auf. Durch rotes Fleisch, fettreiche Milchprodukte, einem hohen Konsum an Getreide und Omega-6-haltigen Ölen, nehmen wir bis zu zwanzig mal mehr Omega-6 als Omega-3 auf. Auch hier ist wieder zu betonen, dass diese Lebensmittel nicht schlecht sind, sie sollten nur in ausreichendem Maße mit Omega-3-reichen Lebensmitteln kombiniert werden.

Zehn Omega-6-Quellen:

  • Mayonnaise
  • Distelöl
  • Margarine
  • Mohn
  • Sonnenblumenkerne/-Öl
  • Schokoriegel
  • Fast Food wie frittiertes Huhn
  • Rindfleisch
  • Mais/Popcorn
  • Hühnerei

Wie sieht das richtige Verhältnis von Omega-6 und -3 aus?

Es sollen maximal fünf Mal so viel Omega-6-Fettsäuren wie Omega-3-Fettsäuren durch die Nahrung aufgenommen werden. Dies gelingt, in dem Öle wie Sonnenblumen-, Distel-, Mais- und Weizenkeimöl reduziert werden. Generell sollte man auf hochwertige Öle und ein nicht zu starkes Erhitzen der Öle achten. Tierische Fette stellen eine Hauptquelle für Omega-6-Fette in der deutschen Bevölkerung dar. Es sollten demnach öfter mal vegetarische Tage eingelegt werden. Die DGE empfiehlt eine Reduzierung der Omega-6-Fette, die in Backwaren, die mit Margarine hergestellt werden, in Frittiertem aus Pflanzenölen, in Fertigkost, Mayonnaise, in den genannten Salatölen und in Pflanzenbratfetten enthalten sind.

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