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Woher kommt die Redewendung „keinen Pfifferling wert“?

Geschrieben am 31. Mai 2024
Lebensmittel
Woher kommt die Redewendung „keinen Pfifferling wert“?

Herkunft und Anbau der Pfifferlinge

Die Pfifferlinge sind ein beliebter Edelpilz und landen neben den Champignons gerne auf dem Tisch der Deutschen. Je nach Wetterlage sprießen die ersten Pfifferlinge ab Mai bzw. Juni. Die Saison dauert an bis zum späten Herbst. Früher gab es Pfifferlinge in Massen und dementsprechend zum geringen Preis – daher kommt die Redewendung „keinen Pfifferling wert“. Da die Sommer stetig regenärmer werden, sind auch die Preise für diesen Speisepilz gewachsen. In Osteuropa wächst der Pfifferling dagegen noch in größeren Mengen.

Verwendung in der Küche

Pfifferlinge haben, im Vergleich zu den Champignons, einen aromatischeren und etwas pikanteren Eigengeschmack. Ihn gibt es in verschiedenen Größen. Die Kleinen eignen sich prima für eine Pilz-Rahm-Sauce, Größere lassen sich gut als Beilage braten oder panieren.

Durch seine offene Lamellenform sind die Pfifferlinge gerne voller Sand. Das Waschen tut dem Edelpilz allerdings nicht gut. Deshalb empfiehlt es sich, die Pilze mit einem Pinsel auszubürsten. Achten sollte man beim Kauf auf eine leuchtend gelbe Farbe, ohne dunkle oder feuchte Stellen. Da sie schnell verderben, sollten sie nicht länger als 1-2 Tage im Kühlschrank gelagert werden. Gerade bei selbst gesammelten können Eier vom Fuchsbandwurm an den Pfifferlingen haften. Ein Durcherhitzen tötet die Eier ab. Kocht oder brät man sie dagegen zu lange, kann die Konsistenz leicht zäh werden.

Nicht zu oft verzehren

Obwohl Pfifferlinge gesund sind, gibt es einige Dinge, die beachtet werden sollten. Wie alle Waldpilze können sie Schwermetalle wie Blei oder Quecksilber sowie radioaktive Stoffe speichern. Dies kann zu Leber-, Nieren, oder Nervensystemschäden führen. Darum empfehlen Experten übrigens, nicht mehr als etwa 250 g dieser Pilze pro Woche zu essen. Babys, Kleinkinder, Schwangere und Stillende sollten Pfifferlinge meiden.

Auch können Verwechselungen beim Selbersammeln tragreiche Folgen haben, so sieht der „Spitzgebuckelter Rauhkopf“ dem Pfifferling sehr ähnlich, wenn er jung ist. Dieser ist jedoch giftig! Färben sich die Pilze während des Bratens dunkel, ist es mit großer Wahrscheinlichkeit kein Pfifferling.

Das steckt drin

Ein Vorteil gerade beim Abnehmen, ist der hohe Wasseranteil der Pilze. Dieser liegt bei rund 92 %, weshalb die Pfifferlinge eine geringe Kalorienanzahl haben. Der Fett- und Kohlenhydratanteil ist sehr gering, der Ballaststoffanteil im Pilzbereich aber mit am höchsten.

Nährwerte pro 100 Gramm
Kalorien (kcal) 15
Eiweiß 2,3 g
Fett 0,5 g
Kohlenhydrate 0,2 g
Ballaststoffe 5 g
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