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Kennst du den Unterschied zwischen Pute und Truthahn?

Geschrieben am 31. Mai 2024
Lebensmittel
Kennst du den Unterschied zwischen Pute und Truthahn?

Nach dem Huhn ist das Putenfleisch in Deutschland das beliebteste Geflügel. Pro Kopf werden jährlich ca. 6 Kilogramm Pute gegessen. In Süddeutschland wird die Pute meist als Truthahn bezeichnet. Fälschlicherweise hat sich eingebürgert, dass Pute und Truthahn unterschiedliche Arten sind. Männliche Tiere nennt man jedoch Puter bzw. Truthahn und die weiblichen Pute bzw. Truthuhn. In der Schweiz spricht man von Truten.

Das steckt drin

Putenfleisch ist fettarm und enthält viel Eiweiß. Deshalb ist es wie das Hühnerfleisch bei Sportlern und in der Diät sehr beliebt. Die im Schnitt 7 % Fett pro 100 Gramm stecken besonders in der Haut. Das ist der Grund, wieso dort über 100 mg Cholesterin zu finden sind. Das reine Fleisch dagegen punktet mit rund 2 % Fett. Bis zu 30 Gramm Eiweiß können pro 100 Gramm enthalten sein. Zudem enthält Pute, oder Truthahn, Magnesium und B-Vitamine.

Leider steht das Putenfleisch zunehmend in der Kritik, denn in der Massenaufzucht von Puten werden regelmäßig Antibiotika und andere Arzneimittel eingesetzt. Durch den übermäßigen Einsatz entstehen Krankheitserreger, welche resistent gegen Antibiotika sind.

Die Pute liefert nicht nur das weiße, sondern auch rotes Fleisch. Man sagt sogar, die Pute verfüge über mehrere verschiedene Fleischsorten. Beispielsweise findet sich an der Brust ein sehr helles und trockeneres, an den Ober- und Unterkeulen ein dunkles und sehr saftiges Fleisch.

Verwendung in der Küche

Nach rund 16 Wochen haben die weiblichen Tiere ihr Schlachtgewicht erreicht, bei männlichen dauert es etwa vier Wochen länger. Eine ganze Pute kann so durch das Mästen schon mal 20 kg wiegen. Angeboten wird das Putenfleisch meist abgepackt in Filetform oder gefroren als Ganzes (meist Jungtiere). Teilstücke können auch Brust, Oberschenkel, Unterschenkel und Flügel sein. Als Schnitzel, Gulasch, Braten, Rouladen oder als verarbeitete Produkte wie Wurst oder Putenaufstrich ist der Truthahn beliebt. Während die Teilstücke ganzjährig angeboten werden, sind die ganzen Puten von September bis März und zu Weihnachten im Handel vermehrt zu finden. Das Putenfleisch ist in Deutschland mit das billigste Fleisch, da das Filet eine vergleichsweise große Größe aufweist.

Putenkeule und das ganze Geflügel werden größtenteils für Backofen-Gerichte verwendet. Scharf angebraten, mit oder ohne Flüssigkeit werden sie im Ofen saftig gegart. Wegen seiner Größe dauert die Zubereitung oftmals etwas länger. Das küchenfertige Filet eignet sich zum kurzen Braten in der Pfanne. Es besteht aus dem Bruststück. Mitten durch das Filet verläuft eine dünne Sehne, die sich mit einem Schnitt heraustrennen lässt. Die erhaltenen zwei Stücke können gut für die Zubereitung von Schnitzeln verwendet werden.

In kleineren Stücken und als Geschnetzeltes ist es relativ schnell gar. Wenn das Fleisch allerdings zu lange gebraten wird, wird es wegen dem geringeren Fettanteil schnell faserig und trocken. Fleisch von älteren Puten eignet sich übrigens prima für Suppen und Eintöpfe. Übrigens: Das dunklere Fleisch eignet sich zum Grillen oder Braten, aber auch prima zum Schmoren. Es ist viel kräftiger im Geschmack, als das helle.

Zubereitung & Lagerung – Vorsicht Salmonellen

Wie anderes Geflügel auch, soll das Fleisch beim Transport durchgehend gekühlt werden. Da Geflügel generell häufig mit Salmonellen behaftet ist, muss es vor dem Verzehr vollständig durchgegart werden. Salmonellen können bei Menschen schwerwiegende Infektionen auslösen. Hände, Arbeitsplatte und Kochgeschirr sollten daher gründlichst mit heißem Wasser abgewaschen werden.

Nach dem Kauf an der Frischetheke ist das Putenfleisch am Besten direkt am selben Tag zuzubereiten. An kältester Stelle im Kühlschrank hält es sich zugedeckt jedoch einen Tag. Unter einer Schutzatmosphäre verpackte Ware ist durch ein Mindesthaltbarkeits- oder Verbrauchsdatum gekennzeichnet. Das Verbrauchsdatum darf nicht überschritten werden. Das Gefriergut am besten im Kühlschrank über einen Tag langsam auftauen lassen. Auf diese Weise werden die Zellwände am wenigsten beschädigt, so dass nur geringe Mengen von Gewebesaft frei werden – das Fleisch bleibt viel saftiger!

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