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Wie Du dem Rettich die Schärfe nimmst

Geschrieben am 31. Mai 2024
Lebensmittel
Wie Du dem Rettich die Schärfe nimmst

Die weiße Wurzel kann ganz schön scharf sein. Beim Kauf sollten Sie darauf achten, dass die Wurzel fest und die Blätter frisch sind, sonst lassen Sie ihn besser liegen. Die scharfen Wurzeln sind aus der bayerischen Biergartenkultur nicht mehr wegzudenken. Rettich schmeckt aber auch am heimischen Tisch äußerst delikat.

Herkunft

Der Rettich stammt ursprünglich aus Vorderasien und gehört zu den ältesten Kulturpflanzen überhaupt. Schon die Ägypter stärkten sich damit. In Deutschland ist er seit dem 13. Jahrhundert als Gemüse- und Heilpflanze bekannt. Hauptanbaugebiete sind heute Ostasien, China, Japan und Korea. Der Verbrauch in Europa ist mit etwa 250 g pro Kopf und Jahr vergleichsweise gering, während in Japan 13 kg gegessen werden und in Korea sogar 30 kg!

Charakteristika

Die Rübe der 2-jährigen Rettichpflanze bildet sich aus dem unteren Teil des Hauptsprosses und einem Teil der Wurzel. Je nach Sorte kann sie rund, zapfen-, spindel- oder walzenförmig, zylindrisch oder oval sein. Die Länge variiert von 10 bis 30 cm, kann aber auch länger sein. Die Farbe der Schale reicht von Weiß über Rosa, Rot, Braun, Violett bis Schwarz. Das Fleisch der europäischen Rettiche ist weiß, asiatische Sorten können rosafleischig sein.

Saison, Einkauf, Lagerung und Verwendung

Rettich ist von April/Mai bis Januar im Handel erhältlich, Hauptsaison ist bei uns von Juli bis Oktober. Achten Sie beim Kauf darauf, dass die Wurzel fest und die Blätter frisch sind. Im Gemüsefach ist er 3 – 4 Tage haltbar. Neben vielen Nährstoffen enthält Rettich vor allem Senföle, die ihm seine intensive Schärfe geben. Frühjahrsrettich ist milder, schwarzer Herbst- und Winterrettich kann dagegen beißend scharf sein. Durch Bestreuen mit Salz oder durch Erhitzen lässt sich die Schärfe etwas mildern. Rettich schmeckt roh auf einem Butterbrot oder in Salaten aller Art, passt zu Wurstplatten oder – als Radi – zu einem kühlen Bier. Gedünstet ist er eine raffinierte Beilage zu Kurzgebratenem.

Sorten

Mittellanger weißer Rettich wird nicht so leicht holzig wie sehr lange Sorten. Man braucht ihn meist nicht zu schälen, gründliches Waschen genügt.

Schwarzer Rettich oder Winterrettich eignet sich zum Lagern und übersteht auf dem Feld Temperaturen von bis zu -10 Grad. Sehr festfleischig, neigt weniger zum „Pelzig werden“.

Roter Rettich wird oft seiner Farbe wegen bevorzugt, unterscheidet sich in den Inhaltsstoffen nicht von anderen Sorten.

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