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Ursachen für Übergewicht – Meist ein Zusammenspiel

Geschrieben am 31. Mai 2024
AbnehmenDiäten
Ursachen für Übergewicht – Meist ein Zusammenspiel

Ursachen für Übergewicht und eine stetige Gewichtszunahme können sehr komplex und vielfältig sein. In diesem Beitrag werden einige Faktoren erläutert, welche einen Einfluss auf eine Gewichtszunahme haben können.

Zunächst ist moderates Übergewicht von einer krankhaften Fettleibigkeit, einer sogenannten Adipositas, abzugrenzen. Laut der Universiät Leipzig können genetische, biologische, neurobiologische, psychologische und soziale Faktoren ebenso wie bestimmte Umweltbedingen die Entstehung einer Adipositas begünstigen. Ein klassisches Übergewicht, so wie es in der deutschen Bevölkerung sehr oft auftritt, zeigt in Statistiken einen immer wachsenden Trend. Dabei sind alle Altersgruppen betroffen.

Die positive Energiebilanz

Laut DGE sind Übergewicht und Adipositas als eine natürliche Reaktion auf eine chronisch-positive Energiebilanz anzusehen. Eine positive Energiebilanz bedeutet, dass mehr Kalorien durch die Ernährung aufgenommen, als verbraucht werden. Die überschüssige Energie speichert der Körper mittels des Körperfettes. Diese wird durch das riesiges Angebot an schmackhaften Lebensmitteln, die ständige Verfügbarkeit sowie durch einen inaktiven Lebensstil mit Auto, Bus und Bahn begünstigt.

Wieso ist Bewegung so wichtig?

Ein wichtiger Punkt stellt somit die Bewegung dar, durch welche wir Energie verbrennen. Bewegung verbraucht zunächst Energie. Auch hat die Muskelmasse einen enormen Einfluss auf die Menge Kalorien, die wir verbrennen. Je mehr Muskulatur der Mensch besitzt, desto höher ist sein Kalorienverbrauch auch in Ruhe. Gerade Krafttraining und Muskelaufbau wird demnach einen hohen Stellenwert zugesprochen. Zudem hat Sport einen positiven Effekt auf Stress. Denn bei Stress werden Hormone ausgeschüttet, wie z.B. das Cortisol, welche eine Gewichtsabnahme blockieren können.

Kluge Zusammensetzung der Mahlzeiten

Die drei großen Nährstoffgruppen Kohlenhydrate, Protein und Fett haben pro Gramm unterschiedliche Kalorienzahlen. So nimmt man mit einem Gramm Kohlenhydraten und Protein rund 4, mit einem Gramm Fett ca. 9 Kalorien zu sich. Der Salat kann schnell zur Kalorienbombe werden, wenn viel Öl und Fette wie Nüsse, Avocado, Bacon und Croutons darauf sind. Bei fetthaltigen Lebensmitteln (Achtung, versteckte Fette), können wir demnach weniger verzehren und erreichen schneller unseren Kalorienbedarf.

Allerdings sind auch zuckerhaltige Lebensmittel auf Dauer keine Lösung, denn diese verursachen durch ein Auf und Ab des Blutzuckerspiegels Heißhunger. Gerade Fast-Food, welches schnell & zwischendurch im Gehen bei Hektik verzehrt wird, steckt meist voller versteckter Fette und Zucker. – Eine Kombination, wie sie z.B. auch in Schokoriegeln und Kuchen zu finden ist, die schnell wieder Hunger bereitet und süchtig macht. Gerade Fertigprodukte glänzen oftmals nicht mit ihren Inhaltsstoffen und enthalten viele „leere Kalorien“. Doch sind sie praktisch anwendbar, in der heutigen immer schneller werdenen Gesellschaft voller Stress und Eile.

Ständiges Naschen, die Sättigung ist entscheidend

Eine langanhaltende Sättigung nach einer Hauptmahlzeit ist ein wichtiger Punkt, denn wird ständig über den Tag verteilt gegessen, befindet sich der Blutzuckerspiegel in einem ständigen Auf und Ab. Die Folge sind stetig wiederkehrende Heißhungergefühle, denn wenn das Insulin ausgeschüttet wird, wird die sogenannte Glykogen-Ausschüttung gestoppt. Glykogen sorgt dafür, dass Energie aus unseren Fettdepots abgebaut wird.

Hier spielt ebenfalls die Zusammensetzung der Mahlzeit eine wichtige Rolle. Eiweiße helfen, dadurch dass sie länger im Magen-Darm-Trakt verweilen und den Blutzuckerspiegel nicht so beeinflussen, die Sättigung zu erhöhen. Auch Ballaststoffe haben diesen Effekt und quellen im Verdauungstrakt, wodurch sie für eine längeranhaltende Sättigung sorgen. So gelingt es eher, nach 4 bis maximal 5 Stunden die nächste Mahlzeit zu verzehren.

Omega-3, Vitamine und Co.

Durch eine einseitige oder unregelmäßige Ernährung können Mangel an bestimmten Nährstoffen entstehen. Für unsere Stoffwechselprozesse und die Gesundheit ist es wichtig, dass alle diese Stoffe ausreichend vorhanden sind.
Durch 5 Portionen Gemüse und Obst werden Vitamine und Mineralstoffe aufgenommen. Omega-3 und Jod finden sich vor allem in Fisch und Meeresfrüchten.
Aber auch bei einer unzureichenden Trinkmenge schaltet der Körper in eine Art Notfallmodus. Stoffwechselprozesse verlaufen dadurch anders als bei einer vollen Versorgung.

Die Psyche stärken

Wie bereits erwähnt werden bestimmte Stoffe und Hormone wie Cortisol ausgeschüttet, wenn wir unter Stress sind. Dies betrifft auch psychischen oder mentalen Stress, meist verläuft dieser unterbewusst. Besonders chronischer Stress spielt bei der Gewichtsregulation eine wichtige Rolle. Frust, Wut und Ärger führt oftmals zu einem gestörten Essverhalten. Entspannungstechniken, Yoga und Stressbewältungskurse helfen auf  Dauer, den Lebensstil gesünder zu gestalten.

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