Zurück zur Übersicht

Warum Jod so wichtig beim Abnehmen ist

Geschrieben am 31. Mai 2024
Gesund
Warum Jod so wichtig beim Abnehmen ist

Ob man sich aktiv und vital fühlt oder phlegmatisch und depressiv, ob der Stoffwechsel einem Turbomotor oder einer lahmen Ente gleicht, beides kann an den Schilddrüsenhormonen (Thyroxin und Trijodthyronin) liegen. Diese beiden Hormone werden aus der Aminosäure Tyrosin und aus Jod produziert. Sie regulieren das Energieniveau jeder Zelle von den Gehirnzellen bis zur letzten Knochenzelle. Sie steuern viele Prozesse wie Wachstum, Knochenbildung, Gehirnentwicklung sowie den Energiestoffwechsel. Noch weisen etwa 30 Prozent der Bevölkerung eine Jodzufuhr unterhalb des geschätzten mittleren Bedarfs auf.

Jod, was ist das eigentlich? Und wie hoch ist der Bedarf?

Jod ist ein natürlich vorkommendes Spurenelement. Spurenelemente kommen nur in ganz geringer Konzentration in unserem Körper vor. Jod ist essentiell, es verursacht bei zu geringen Aufnahmemengen Mangelerscheinungen. Die DGE empfiehlt eine tägliche Zufuhr von 150 µg/Tag bei Frauen ab dem 13. Lebensjahr. 200 µg/Tag sind es bei Männern. Bei Männern wird der Bedarf um 20 µg/Tag ab einem Alter von 51 Jahren gesenkt. Schwangere und Stillende haben einen Mehrbedarf von 50-80 µg/Tag. Bei Kindern ist der Bedarf reduziert.

Mangelerscheinungen

Bei Jodmangel fischt die Schilddrüse noch das letzte Jodkrümelchen aus dem Blut und vergrößert sich dabei schwammartig bis zum Kropf. Mindestens 20 Millionen Menschen leiden in Deutschland darunter.

Die Schilddrüse schaltet bei Jodmangel in den Sparmodus und senkt die Körpertemperatur bis auf 35°, verlangsamt den Puls und die Atmung während sich der Schlafbedarf erhöht. Pro Grad Körpertemperatur reduziert sich der Stoffwechsel um bis zu 250 Kcal pro Tag. Damit wird das Abnehmen immer schwerer. Denn 60-70% der täglichen Energie benötigt der Körper für den Wärmehaushalt, Zellstoffwechsel und Verdauungsstoffwechsel.

Hat sich die Körpertemperatur gesenkt, friert man öfter, sogar in geheizten Räumen. Durch den langsameren Puls und die flachere Atmung bekommt der Körper weniger Sauerstoff und man fühlt sich häufig müde und antriebslos. Gäbe es diese Sparmaßnahmen nicht, dann wären wir früher in den Wintermonaten, in denen es weniger Nahrung gab, verhungert. Da wir noch die Gene der Steinzeitmenschen besitzen, funktionieren diese Energiesparmechanismen auch heute noch, obwohl wir sie durch unseren Nahrungsüberfluss nicht mehr brauchen. Konzentrationsstörungen, eine veränderte Stimme durch den Kropf und eine allgemein gedämpfte Stimmung können weitere Folgen eines Jod-Mangels sein. Allerdings können auch die Bildung von Knoten, Schilddrüsenkarzinomen und eine Unterentwicklung von Kindern zu den schweren Folgen eines Mangels zählen.

Überversorgung: Zu viel Jod macht krank

In Deutschland gilt eine maximale tägliche Aufnahme von 500 Mikrogramm noch als sicher, auch für Menschen, die auf eine Jodbelastung empfindlich reagieren. Diese Menge wird durch die normale Ernährung nicht überschritten. Es sei denn, es werden z. B. über Sushi viel Algenblätter und Seetang verzehrt. Die hohen die Jod-Gehalte dieser Lebensmittel wurden als bedenklich eingestuft.

Ist die tägliche Jodzufuhr chronisch erhöht, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, eine schwerwiegende Erkrankung der Schilddrüse zu erleiden. Dies betrifft Schilddrüsenerkrankungen (eine Beziehung zum Hashimoto-Thyreoiditis steht in Diskussion), eine entstehende Jodunverträglichkeit (Jodakne) und Begleiterkrankungen wie Autoimmunerkrankungen.

Zurück zur Übersicht
Passende Rezepte
Zu diesem Thema könnten Rezepte im Beitrag gepflegt und hier angezeigt werden.
Weitere Themen durchsuchen